Für sein Konzert am Conservatoire Darius Milhaud beim Festival in Aix-en-Provence hat Pierre-Laurent Aimard ein ganz besonderes Programm zusammengestellt, mit dem er den 100. Geburtstag des ungarischen Komponisten feiert.
Alles Gute zum Geburtstag, György Kurtág!
Pierre-Laurent Aimard ist nicht nur für seine herausragenden Interpretationen bekannt. Auch seine Konzert-Programme und -Projekte, die sehr oft Musik verschiedener Stile und Epochen auf geniale Weise miteinander verbinden, finden bei Kritik und Publikum allergrößten Anklang.
Eines dieser großartigen Konzert-Projekte entstand in der Corona-Pandemie. Die Musik variiert dabei immer ein wenig, dem Anlass und der Veranstaltung entsprechend. Die Struktur aber bleibt unverändert: Pierre-Laurent Aimard spielt dabei auf einer Celesta, zwei Pianinos und (nach ähnlichen Konzerten in Paris und Bochum) auf dem piano duo Op. 353018. Und während der Pianist bei abgedunkeltem Saallicht wie im Traum von Instrument zu Instrument wandelt, begleitet er sich selbst auf einem Yamaha Disklavier.
Wandelt wie im Traum von Instrument zu Instrument: Pierre-Laurent Aimard im Conservatoire Darius Milhaud beim Festival in Aix-en-Provence
Mit der Qualität aus jahrzehntelanger Erfahrung (das erste Disklavier wurde 1987 auf den Markt gebracht) sind die Disklaviere von Yamaha vermutlich die technisch ausgereiftesten, zuverlässigsten und variabelsten Flügel mit Aufnahme- und Wiedergabefunktion für den professionellen Bereich. Und dennoch (und zum Glück!) gibt es bei der Wiedergabe immer noch einen sehr kleinen, aber deutlich wahrnehmbaren klanglichen Unterschied zwischen dem Spiel eines Menschen aus Fleisch und Blut und der Reproduktion durch eine nahezu perfekte Maschine.
Höchste japanische Präzision: Yamaha-Konzerttechniker Yuji Kawabata kalibriert das selbstlernende CFX-Disklavier vor der ersten Probe
Und da sich ein Musiker wie Pierre-Laurent Aimard mit diesem kleinen klanglichen Defizit nicht zufrieden geben kann, nimmt der Pianist am Konzerttag alle Stücke selbst auf dem Disklavier auf, überprüft das Ergebnis im Saal und adaptiert sein Spiel so lange, bis die vom Flügel wiedergegebene Musik seinen Erwartungen entspricht. Und auch die Balance von Klang, Ausdruck und Lautstärke zwischen dem Disklavier und den anderen Instrumenten wird dabei auf das Feinste berücksichtigt. Traumhaft!
Adaptiert sein Spiel so lange, bis die vom Flügel wiedergegebene Musik seinen Erwartungen entspricht: Pierre-Laurent Aimard und Yuji Kawabata