Zwei Giganten feiern Geburtstag

-the timeless-piano-project-

2025 feiert die Musikwelt die runden Geburtstage zweier französischer Komponisten der Superlative: Maurice Ravel (150) und Pierre Boulez (100). Ravel wurde am 7.3.1875 geboren, Boulez am 26.3.1925.

Der „615313“ war praktisch noch „warm", als er nur wenige Tage nach der Aufnahme des Wohltemperierten Klaviers II aus Berlin kommend in der "Alten Oper" in Frankfurt eintraf. Inspiriert durch die klangliche Präzision und den Reichtum an Klangfarben des „615313“ entschied sich Pierre-Laurent Aimard kurzfristig, für sein Programm mit Boulez und Ravel erneut den jungen piano duo Protagonisten zu spielen und in die hohe Kunst der Französischen Klangästhetik einzuweihen.

Transformiert von Bach zu Boulez in nur wenigen Tagen: der „615313“ in der Alten Oper, Frankfurt

Natürlich musste sich der „615313“ klanglich und mechanisch nach der Bach-Aufnahme im Berliner Teldex-Studio stark verändern: Seine Tondichte musste stark vergrößert werden, denn der Große Saal der Alten Oper mit seinen (geschätzt) weit mehr als 20.000 Kubikmetern und seinen ca. 2.400 Sitzplätzen besitzt zwar eine sehr gute, aber aufgrund seines großen, lang gestreckten Volumens auch eine sehr herausfordernde Akustik. Hier einen klaren, funkelnden Mezzoforte- oder gar Pianissimo-Klang bis in den Olymp (so nennt man in der Alten Oper den höchsten Rang) tragen zu lassen, stellt enorme Ansprüche an einen Flügel und seine Bearbeitung.

Pierre-Laurent Aimard am „615313“ und das Sinfonieorchester des hessischen Rundfunks: ein Bild aus der Mitte des Saales. Das ist erst der halbe Weg für einen Pianissimo-Klang auf dem Weg auf den Olymp, dem höchsten Rang im Großen Saal der Alten Oper

Aber hören Sie selbst: das Konzert geriet zu einer klanglichen Offenbarung. Genial gespielt vom ausgewiesenen Boulez-Kenner und Klang-Magier Pierre-Laurent Aimard. Allein die Repetitionen und glitzernden Klang-Kaskaden der machten das Konzert zu einem unvergleichlichen Erlebnis, das zeitweise dem Wandel zwischen Traum und Wirklichkeit glich. Das Konzert wurde vom Hessischen Rundfunk live übertragen und die Klavierauszüge daraus können sie hier exklusiv nachhören und genießen!

Exklusiv für piano duo zum Nachhören: Pierre-Laurent Aimard bei seinem Konzert in der alten Oper Frankfurt auf dem „615313“