Face to Face

-the timeless-piano-project-

Für atemloses Aufhorchen sorgt seit geraumer Zeit ein von Pierre-Laurent Aimard konzipiertes, neues Konzert-Format, das so neu eigentlich nicht ist, sondern vielmehr in seinem Kern auf die Anfänge des öffentlichen Musizieren zurückgeht.

Jetzt hatte dieses Konzertformat unter dem Titel „Face to Face“ seine Premiere bei den Salzburger Festspielen.

Face-to-Face, inmitten seiner Zuhörer, wie zu Schuberts Zeiten: Pierre-Laurent Aimard

Durch eine perfekte Inszenierung von Licht, Raum und Zeit, verwoben durch eine Auswahl von kleinen, intimen und vielleicht sogar unbekannten Perlen der größten Komponisten, wird dieses Konzerterlebnis zu einer einzigen wunderbaren Essenz alles Wesentlichen in der Musik. Und am Ende dieses, das gesamte menschliche Wesen durchdringenden Erlebens, erkennt man, das die Musik in ihrem Kern bei weitem aus mehr besteht als aus Virtuosität, Lautstärke und technischer Perfektion.

Andante F-Dur für eine Orgelwalze KV 616 (W.A. Mozart) auf der Celesta: Sternenregen im Mozarteum

Eine selten gute Konzertkritik ist in nd-aktuell.de erschienen. Unter dem Titel „Aimard: von der Kunst, einen Klavierabend zu gestalten“ beschreibt Berthold Seliger fachlich fundiert und erfrischend ehrlich, warum es solche Konzertabende braucht...

Strahlend, auch ohne grelle Scheinwerfer: piano duo Op.353018: György Kurtág liebt diesen Flügel, Schubert hätte es auch getan

...und der Kritiker endet mit dem Absatz:

"Was Schönberg über seine »Sechs kleinen Klavierstücke op. 19« zu Webern sagte, gilt für das gesamte Programm dieses Klavierabends: »Zu meiner Musik muß man Zeit haben. Die ist nichts für Leute, die anderes zu tun haben.« Das Salzburger Publikum hat sich die Zeit genommen und war restlos begeistert. Denn es geht letztlich nicht um irgendeinen Hokuspokus, es ist die Musik, von der alles handelt. Ein Abend, der nach Wiederholung und Nachahmung geradezu schreit."

"Ein Abend, der nach Wiederholung und Nachahmung geradezu schreit.“ Pierre-Laurent Aimard