Hommage à Kurtág

-the timeless-piano-project-

Anlässlich des 100 Geburtstages von György Kurtág feierte das Klavier Festival Ruhr den größten lebenden Komponisten mit einer zweitägigen Reihe von außergewöhnlichen Konzerten. Hauptakteur am Flügel war der zweifelsohne versierteste Kurtág-Kenner Pierre-Laurent Aimard, den mit dem Komponisten eine jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft verbindet.

Bei dieser ganz besonderen Geburtstagsfeier mit dabei: der "Op. 353018“, der in diesem Jahr selbst einen runden Geburtstag feiert und mit seinen 70 Jahren selbst nur 30 Jahre jünger ist, als der Komponist. Kurtág selbst bezeichnete den „Op. 353018“ als „ein Wunder“, als er unseren piano duo Flügel vor ein paar Jahren in Budapest bei den Aufnahmen der „Jatekok“ persönlich kennenlernte.

Zu einer weiteren neuen, wunderbaren Bekanntschaft kam es zwischen unserem „353018" und Lorenzo Soulès, dem großartigen Meisterschüler von Pierre-Laurent Aimard. Lorenzo Soulès spielte mit Pierre-Laurent Aimard eine Bearbeitung der Choralkantaten „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“ und „Alle Menschen müssen sterben“ von Bach, sowie solistisch "Acht Klavierstücke, Op. 3“ von Kurtág auf dem „Op. 353018. Die „Klavierstücke“ zeichnete in einer derartigen klanglichen Feinheit und technischen Finesse, dass es dem unbeschreiblich feinen Gespür und den unbeirrbaren Ohren des als kompromisslos bekannten und gefürchteten Komponisten sicherlich ein wohlwollendes Lächeln ins Gesicht gezaubert hätte.

Außerdem spielte Pierre-Laurent Aimard die Játékok X und XI und zusammen mit Gerrie de Vries „Samuel Beckett: What is the Word“, Op. 30b.